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WASSER

SAUBERES WASSER FÜR ALLE!

Sauberes Wasser und Wissen um Hygiene und Sanitärversorgung sind Themen die weltweit besonders Frauen betreffen. Der Zugang zu hochwertigem Wasser hat dabei einen besonders großen Einfluss auf die Lebensqualität von Frauen und Mädchen.

Info:

Der Zugang zu ausreichend sauberem Wasser ist in Matete sehr begrenzt.  Lange Fußwege, begrenzter Zugang und verdrecktes Wasser gehören zum Alltag. Wenn sauberes Wasser und sanitäre Einrichtungen fehlen, verbreiten sich Erreger und Parasiten besonders schnell. Sie führen zu potentiell lebensbedrohlichen, im Grunde jedoch vermeidbaren Krankheiten wie Magendarm-erkrankungen oder Cholera.

 

Mit unserem Wasserprojekt zielen wir darauf ab:

 

       die vorhandenen jedoch funktionsunfähigen Brunnen im Dorf zu reparieren

 

       neue Brunnen für das Dorf zu bauen, um die Wasserknappheit zu reduzieren

 

       ausgewählte Bewohner über die Wartung der Brunnen zu schulen

 

       eine Wasserfilterwerkstatt zu etablieren - ein Arbeitsmarkt für die Frauen des Dorfes

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Ohne

Wasser und Hygiene

verbreiten sich Krankheiten besonders

schnell.

Situation in Matete: 

Zugang zu Wasser:

Für die Wasserbeschaffung sind hauptsächlich Frauen verantwortlich. Täglich verbringen sie mehrere Stunden mit der Wasserbeschaffung; Zeit, die sie für die Arbeit oder den Besuch einer Schule bräuchten.

 

Jedoch sind die Wasserreserven in Matete sehr knapp. Die Mehrheit der Brunnen ist nicht funktionsfähig und reicht auch verhältnisgemäß zu der immer weiter anwachsenden Bevölkerung nicht aus. Da auch anliegende Dörfer ihr Wasser aus den Brunnen Matetes beziehen, wird die Wichtigkeit des Zugangs zu ausreichend sauberem Trinkwasser in der Umgebung unterstrichen.

Krankheiten:

 

Neben der geringen Anzahl an Brunnen, stellt das stark verschmutzte Trinkwasser eine große Bedrohung für die Bewohner dar. Da die Menschen ohne angemessene sanitäre Einrichtungen auskommen müssen, sind sie gezwungen ihr Geschäft im Freien zu verrichten. In Folge dessen beziehen die Einwohner Trinkwasser aus umgebenden Wasserquellen, die mit Fäkalien verunreinigt sind. Dies führt zu potentiell lebensbedrohlichen, jedoch vermeidbaren Krankheiten wie Durchfall oder Cholera. Insbesondere die hohe Rate an Durchfall-Erkrankungen führt zu einer hohen Kindersterblichkeit im Dorf.

Hygiene und Sanitäreinrichtung:

 

Unter der mangelnden Hygiene und der fehlenden Sanitärversorgung werden besonders Frauen und Mädchen benachteiligt. Beispielsweise fehlt es auch der Schule an Sanitäranlage oder dem Zugang zu sauberem Wasser. Dadurch sind junge Mädchen im Zuge ihrer Menstruation gezwungen, den Schulbesuch auszusetzen. Die Folge: Mädchen verpassen monatlich vier bis fünf Schultage, was dazu führt, dass sie den vergangenen Unterricht meistens nicht nachholen können und frühzeitig die Schule abbrechen müssen. Darüber hinaus stellt die fehlenden Sanitärversorgung auch eine Gefährdung der Sicherheit von Frauen und Mädchen dar. Um ihr Geschäft zu verrichten, müssen sie auf die Felder, wobei sie vor allem im Dunkeln Gefahr laufen, Opfer von Missbrauch oder Tierbissen zu werden.

Mehr als

eine Milliarde Menschen

holen ihr

Trinkwasser aus verunreinigten Quellen.

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Wie wir helfen:

 

Brunnen:

 

Im ersten Schritt soll der Dorfgemeinschaft bei der Finanzierung und dem Ausbau von Brunnen und Sanitäranlagen geholfen werden. In Matetes Umkreis befinden sich momentan fünf Brunnen, von denen aber nur zwei funktionsfähig sind. Damit die Menschen einen einfachen Zugang zu Wasser haben, warten wir mit Hilfe von Experten die alten Brunnen, bohren Neue und installieren Handpumpen.

 

Nachhaltigkeit:

 

In all unseren Projekten beziehen wir die Gemeinde vor Ort ein. So wollen wir sicherstellen, dass unsere Arbeit nachhaltig weitergeführt wird. Wir schulen ein Dorfkomitee zu Brunnen-Spezialisten. Diese sorgen sich um die nachhaltige Nutzung und Instandhaltung der Brunnen und Pumpen. Die Brunnen-Spezialisten können aus eigener Kraft die Brunnen säubern und gegebenenfalls entstandene Schäden an den Wasserpumpen reparieren.

 

Lehmfilter:

 

Damit die Bewohner die Möglichkeit haben, ihr Wasser zu filtern, streben wir das Etablieren einer Wasserfilterwerkstatt an. Die Wasserfilter werden aus lokalen Produkten zu einer Lehmmasse verarbeitet, welche das Wasser zu 99,9% filtern. Hiermit kann gleichzeitig ein Arbeitsmarkt für die finanziell schwache Bevölkerung Matetes generiert werden. Die Schulung für die Produktionswerkstatt sowie der Verkauf richtet sich primär an die Frauen des Dorfes. Dies ermöglicht ihnen eine Chance auf gesichertes Einkommen. Das Ziel ist es, den Verkauf der Wasserfilter auszuweiten und an die umgebenden Regionen zu verkaufen.

 

Sanitäranlagen:

 

Um den Bewohnern einen würdevollen Zugang zu Sanitäranlagen zu gewähren, streben wir den Bau von öffentlichen Toiletten-Anlagen in Matete an. Diese sollen an der Schule, am Medi-Haus und am Marktplatz installiert werden.

 

Die geschlossenen Latrinengruben verhindern, dass die Fäkalien im Freien liegen und Krankheiten verbreiten. Durch saubere Latrinen kann sich die Gesundheit der Bewohner deutlich verbessern, Krankheiten werden reduziert und Gefahren minimiert. Eine Anlage besteht aus 4 Latrinen, die jeweils in 4 einzelne Räume abgetrennt und mit Türen abschließbar sind. Da Angola über eine hohe Niederschlagsrate verfügt, können die Sanitärkomplexe mit Regenwassertanks verbunden werden, die

Wasser zum Händewasche bieten.

 

Zusätzlich ist die Sensibilisierung und die Aufklärung der Bewohner über die Hygienesituation von großer Wichtigkeit. Insbesondere an der Schule und am Medi-Haus werden die Schüler und Arbeiter über die Thematik unterrichtet. Somit wird für die Zukunft gesichert, dass das Wissen über Hygiene vorhanden ist.